Willkommen!
Wir sind eine kleine Gruppe aus Göttingen, die gemeinsam ein LowTech Hausprojekt aufbauen möchte. Aktuell befinden wir uns noch in der Anfangsphase: wir suchen weitere Mitstreiter*innen, setzen erste LowTech Ansätze um und planen unser weiteres Vorgehen bis zum Hauskauf.
Auf unserem Blog schreiben wir über aktuelle Projekte.
Falls Du Interesse an unserem Projekt hast oder dir vorstellen kannst, daran mitzuwirken, kannst du dich (ganz unverbindlich) bei uns melden.
Das Projekt
Wir möchten ein selbstverwaltetes Hausprojekt in Göttingen aufbauen und dafür ein Haus kaufen. Wir halten es aktuell für sinnvoll dabei dem Mietshäusersyndikat beizutreten. Die Bank- und Direktkredite für den Hauskauf werden wir über Mietzahlungen tilgen. Wir wollen hierbei eine solidarische Aufteilung der Mieten etablieren. Langfristig soll die Immobilie dem Markt entzogen werden und gesicherten bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die Bewohner*innen werden über die Belange des Hauses selbst entscheiden.
Wir möchten gemeinschaftlich leben und einen Ort schaffen, an dem sich alle Bewohner*innen sicher und wohl fühlen. Dafür wird es eine oder mehrere WGs geben, in der jede Person ein eigenes Zimmer hat. Es soll große gemeinschaftlich genutzte Räume geben (Küche, Wohnzimmer, Garten) und wir möchten möglichst viel Infrastruktur teilen und Teile unseres Lebens gemeinsam verbringen. Unser Hausprojekt soll Menschen die Möglichkeit geben, dort auch langfristig zu wohnen.
Im Garten möchten wir Nutzpflanzen anbauen und eine Biogasanlange betreiben. Außerdem möchten wir mit dem Haus über öffentliche Projekte in die Nachbarschaft hineinwirken, zum Beispiel durch eine Selbsthilfewerkstatt oder Ähnliches.
Was heißt hier LowTech?
In erster Linie möchten wir uns eine Lebensweise aneignen, mit der unser Energiebedarf drastisch reduziert wird. Langfristig werden wir versuchen vom Strom- und Gasnetz unabhängig zu werden. Wir werden, zum Beispiel über Solarpanels, Elektrizität produzieren, die Deckung des gesamten Eigenbedarfs wird uns aber nur gelingen, wenn wir auch deutlich weniger verbrauchen. Ein Teil des Luxus und der Komfortabilität, die wir heutzutage gewohnt sind, wird also verloren gehen.
Wie das Leben in unserem Hausprojekt konkret aussehen wird, wird sich in der Zukunft zeigen, wir haben aber dennoch schon eine grobe Vorstellung:
Heizen: wir werden das Prinzip anwenden, Menschen statt Räume zu heizen. Es gibt Möglichkeiten, zum Beispiel mittels Wärmeflaschen, den eigenen Körper auch in kälterer Umgebung warmzuhalten und diese sind deutlich energieeffizienter, als die ganze Raumluft zu erhitzen.
Elektrizität: möglichst viele Prozesse sollen deelektrifiziert werden. Eine kleine Menge Strom wird über Solarpanels und menschliche Betätigung (z.B. über Fahrrad-Generatoren) erzeugt.
Küche: wir werden unsere eigene Biogasanlage bauen und mit dem produzierten Biogas kochen. Um Energie zu sparen wird für alle gemeinsam gekocht. Wir möchten außerdem LowTech Ansätze für die Kühlung von Lebensmitteln ausprobieren.
Der Stand der Dinge
Im Moment sind wir auf der Suche nach weiteren Menschen für unser Projekt, da wir erst ab sieben beteiligten Personen einen Verein gründen können, was einen ersten Schritt auf dem Weg zum Beitritt in das Mietshäusersyndikat und zum Hauskauf darstellt. Wir möchten bis Juni 2026 den Verein gründen und danach mit der Suche nach einem geeigneten Haus beginnen.